26.07.15

I am Malala - Buchvorstellung

Hallo ihr Lieben!
Heute kommt ein Post über ein Thema welches mir persönlich sehr am Herzen liegt und deshalb ist es mir auch wichtig dass ich dieses doch sehr sensible Subjekt des heutigen Postes gut rüberbringen kann. 
Wie ihr am Titel wahrscheinlich bereits erkennen könnt geht es um ein Buch, und zwar die Autobiographie von Malala Yousafzai. Ich hab das Buch schon etwas länger, bin jedoch erst vor einer Woche dazu gekommen es zu lesen, einfach weil ich vorhin durch den ganzen Schulstress keine Zeit dafür gefunden hatte. Dieses Mal ging es mir gar nicht um den Schreibstil oder um eine oberflächliche Lektüre, sondern ich wollte mir genügend Zeit nehmen, um dieses Buch zu lesen, genügend Zeit um über das Gelesene nachzudenken. Aber bevor ich meine Gedanken dazu hier hin schreiben werde, gebe ich euch noch eine kleine Beschreibung zu Malala selbst, damit vielleicht alles verständlicher ist und die, die sie und ihre Geschichte noch nicht kennen, die Möglichkeit haben, sie kennenzulernen.

Kurze Zusammenfassung

"Ihre Geschichte sorgte international für Erschütterung: Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg von Taliban-Kämpfern überfallen und brutal niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Obendrein führte sie für die BBC ein vielbeachtetes Blog-Tagebuch über ihren Alltag unter den Islamisten. Damit war ihr Todesurteil gefällt. Die Kugel traf Malala aus nächster Nähe in den Kopf; doch wie durch ein Wunder kam das mutige Mädchen mit dem Leben davon. 
Schon kurz danach hat sie erklärt, dass dieser Anschlag sie nicht davon abhalten wird, auch weiterhin für die Rechte von Kindern, insbesondere Mädchen, einzutreten. Dies ist ihre Geschichte."
(Text von http://www.amazon.de/Ich-bin-Malala-M%C3%A4dchen-erschie%C3%9Fen/dp/3426276291 )

Meine Gedanken/ meine Meinung

Wo soll ich nur anfangen? Es gibt so vieles was ich über dieses Buch, oder viel wichtiger noch über dieses Mädchen, diese junge Frau sagen will. Denn in erster Linie geht es um sie, um Malala und ihren Kampf für Bildung. Es geht nicht darum, ob dieses Buch nun gut geschrieben ist oder nicht, nein, es geht um den Inhalt des Textes. Und dieser hat mich tief beeindruckt. Natürlich hatte ich von Malala Yousafzai gehört, von einem Mädchen, welches gerade mal ein Jahr älter ist als ich und doch mit ihren Worten, ihren Handlungen die Welt beeindruckt. Doch auch sie ist ein Mädchen, ein Teenager wie du und ich. Sie streitet mit ihren Geschwistern, mit ihren Freundinnen, genauso wie wir es wahrscheinlich auch oft tun, Doch andere Dinge sind wiederum ganz anders wie hier: die Präsenz der Taliban.  Auch vor dem Lesen dieses Buches war ich schockiert über die Taten der Taliban, aber richtig damit auseinandergesetzt hatte ich mich nicht. Man hat keine richtige Vorstellung davon wie das dort in Pakistan ist, wie sehr die Gewalt dort wirklich eine Rolle spielt. Erst beim Lesen dieses Buches wurde einem dies bewusst. Malala beschreibt ihr Leben in ihrer Heimat, beschreibt wie die Taliban immer mehr an die Macht kommen und wie sie ihre Gesetze rücksichtslos ausüben. Da gibt es Szenen, in denen beschrieben wird, wie ein gerade mal 18 jähriges Mädchen fast zu Tode gepeitscht wird, weil sie mit einem Mann, der nicht ihr Ehemann war, ein Haus verlassen hat, oder wie Menschen, welche ihre Abneigung gegen die Taliban öffentlich zur Schau stellen, umgebracht werden. Öffentliche Tötungen, Bestrafungen, Drohungen - da musste ich doch schon einige Male schlucken. Malala nimmt diese tägliche Gewalt hin, verliert trotz allem nicht die Lebensfreude. Auch besucht sie immer weiter die Schule, welche ihrem Vater gehört, obwohl dies den Taliban ein Dorn im Auge ist. Mädchen sollen nicht zur Schule gehen, sagen sie. Doch Malala widersetzt sich dem Verbot, Ich glaube nicht dass sich dies jeder trauen würde, ob ich den Mut dazu hätte? Ich bezweifle es. Auch das Schreiben eines öffentlichen Tagesbuches in Form eines Blogs sowie heimlich gegebene Interviews die den Terror in Pakistan beschreiben, zeigen, wie stark und mutig Malala ist und wie wichtig ihr Bildung ist, was sie dafür alles tun würde: Ihr Leben auf's Spiel setzen. Auch als die Taliban sie öffentlich bedrohen, hört sie nicht auf. Und das macht sie meiner Meinung nach zu einer solch bewundernswerten Person; sie kämpft für das, was ihr wichtig ist, hört nicht auf auch wenn Gefahr droht.  Als ich das Buch beendet hatte, war ich tief beeindruckt, von dieser tapferen, starken, jungen Frau die sich von den Taliban nicht unterkriegen lässt, nein im Gegenteil, die sich dadurch nur noch mehr zum Kampf für Bildung für alle einsetzt. Genau dies hat mich zum Nachdenken gebracht, ihre ganze Geschichte. Frieden, das Recht in die Schule zu gehen, Meinungsfreiheit, alles etwas was für uns ganz selbstverständlich ist. Doch nachdem man dieses Buch gelesen hat, nachdem man Malalas Geschichte, sowie die aller derjenigen kennt, welche nicht das Recht haben, jeden Tag zur Schule zu gehen, welche keinen täglichen Frieden haben, wird einem plötzlich klar, dass dies alles andere als natürlich ist, und wie viel Glück wir eigentlich haben. Ich erwische mich auch oft wie ich mich über die Schule aufrege, einfach wahrscheinlich weil mir nicht richtig bewusst ist, wie viel Glück ich doch eigentlich habe, überhaupt dorthinzugehen. Vielleicht wird sich diese Sicht ja in Zukunft ändern.

"Liebe Freunde, am 9. Oktober 2012 haben die Taliban auf mich geschossen und meine linke Stirn getroffen. Auch auf meine Freunde haben sie geschossen. Sie haben gedacht, dass die Kugeln uns zum Schweigen bringen würden, aber sie sind gescheitert. Denn aus der Stille kamen tausende Stimmen. Die Terroristen dachten, sie könnten meine Ziele verändern und meinen Ehrgeiz stoppen. Aber in meinem Leben hat sich nichts verändert mit einer Ausnahme: Schwäche, Angst und Hoffnungslosigkeit sind verschwunden, Stärke, Kraft und Mut sind geboren."

(aus Malalas Rede vor den Vereinten Nationen)


Und mit diesem Zitat dieser wunderbar starken, mutigen und bewundernswerten jungen Frau verabschiede ich mich von euch. In uns allen steckt eine Malala. Kämpft für das, was euch wichtig ist.

Charlotte

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